Programm
der Niederdeutschen Heimat-Bühne

Gemessen an der 1200 jährigen Geschichte der Stadt Münster ist die Geschichte der vom plattdeutschen Laienspiel begeisterten Gremmendorfer ein kleines Licht. Vor Ort gehören sie aber sicherlich zu den Mitgestaltern der Ortsgeschichte.

Nach dem Bau der Gaststätte Haus Heuckmann 1905 vollzog sich die Besiedlung nur sehr langsam. 1913 bestand der "Stadtteil" aus ganzen 16 Häusern. Erst als nach dem ersten Weltkrieg große Wohnraumnot bestand erwachte das Interesse an Gremmendorf als Siedlungsgebiet. In der wachsenden Bevölkerung entstand bald der Wunsch nach einem Zusammenschluß zu einer Interessenvertretung, so daß sich 1923 unter dem unvergessenen Heinrich Löwe der Ortsverein Gremmendorf gründete, der sich ab 1924 auch im Schützenwesen betätigte. Auch sonst wurden vielerlei Geselligkeiten gepflegt, z.B. bei Lambertusfeiern oder Nikolausspielen, wo von Kindern und Erwachsenen auch kleine Vorträge gehalten und Theaterstücke aufgeführt wurden.

1953 Möllers Drüsken
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1986 Dat Horoskop
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1933 wollte der Ortsverein sein 10 jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe krönen. Angesichts der mageren Kassenbestände gründete man einen Fahnenfonds und trachtete diesen auf mancherlei Weise zu füllen. Einen erklecklichen Beitrag dazu leistete Franz Brieske, zu dieser Zeit 26jähriger Bühnenmalergeselle, als er ein von ihm geschriebenes plattdeutsches Theaterstück auf den Tisch legte und sich erbot, dieses mit einer Spielschar aus Mitgliedern des Ortsvereins auf die Bretter zu bringen. Das war die Geburtsstunde der Niederdeutschen Heimatbühne Gremmendorf. Das Stück "De Pängelanton" wurde ein großer Erfolg. Nicht weniger als 12 Aufführungen und ein Gastspiel in Sendenhorst erlebte dieses Heimatstück, das den Bau der WLE behandelt.

Swattbunte Fiärken 1981

Zweimal das selbe Stück.
"Swattbunte Fiärken" aus dem Jahre
1981 (oben) und rechts die Version
aus dem Jahre 2002
(Bild durch Anklicken vergrößerbar)
 
Swattbunte Fiärken 2002

Nachdem diese Bühnentradition nach den Kriegsjahren wieder auflebte und unter dem Spielleiter Kurt Werner bis heute ein wertvoller Bestandteil des Gremmendorfer Vereinsleben ist, haben wir in jedem Jahr ein plattdeutsches Theaterstück zur Aufführung gebracht. Ein begeistertes Publikum dankt uns alljährlich die vielen Mühen der Probenzeit mit enthusiastischem Applaus. Schauen Sie doch auch einmal bei uns rein! Auch wenn Sie sonst mit "Plattdeutsch oder Heimatgedanken" nichts "am Hut haben" - es lohnt sich bestimmt.

Schaneerlichkeiten 1952
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